Energiekosten senken - Energiesparen planen

Die Energieberatung:

Durch Gebäude entstehen rund 20% der CO2-Emissionen in Deutschland. Abhilfe sollen Förderprogramme der Bundesregierung schaffen, insbesondere über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die drei Säulen der Gebäude-Energieberatung:

Bautechnik - Bewertung der wärmeübertra-genden Gebäudehülle in Hinblick auf Wärmeschutz, Wärmebrücken, Feuchte, Luftdichtigkeit, Luftwechselrate, ...

Anlagentechnik - Bewertung der Heizungs-, Warmwassererzeugungs- und Lüftungsanlagen in Hinblick auf Verluste bei der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Übergabe von Wärme. Eventuell sind zusätzlich Tages- und Kunstlichtnutzung und installierte Klimatechnik einzubeziehen.
Zusätzliche Bewertung der Energieträger in Hinblick auf Primär-Energieverbrauch und Schadstoffemissionen.

Nutzung - Bewertung der individuellen Bedingungen wie Standort, tasächlicher Energieverbrauch, Anzahl der Bewohner, Nutzerverhalten bei Beheizung, Lüftung und Warmwasserverbrauch, etc.

Obwohl die Motivationen und Gründe für eine Energieberatung sehr vielschichtig sind, haben sich folgende Punkte als die Treiber für eine Sanierung als richtig erwiesen:

> Energie sparen / Umweltgedanke
> Kosten sparen / Förderungen nutzen
> Wertsteigerung des Gebäudes
> Erhaltung der Bausubstanz
> Wohnkomfort und Behaglichkeit
> Zukunftssicherheit

Die drei Phasen der Energiesparberatung vor Ort:

In einem Vertrag werden die drei Phasen der Beratung festgeschrieben. In diesem verpflichte ich mich

> den Ist-Zustand des Gebäudes an Ort und Stelle zu erfassen. Insbesondere der
   bautechnischen und -physikalischen sowie heizungstechnischen Gegebenheiten,

> einen umfassenden schriftlichen Beratungsbericht zu erstellen,

> die aufgezeigten Maßnahmen zur Energie- und Heizkosten-Ersparnis mit Ihnen mündlich
   zu erörtern.

Sie als Beratungsempfänger verpflichten sich, mir, soweit vorhanden, die kompletten Baugenehmigungsunterlagen sowie alle Ausführungszeichnungen zur Verfügung zu stellen.

Phase 1: Die Erhebung des Ist-Zustandes

Meine Aufgabe ist es den energietechnischen Ist-Zustand sowohl des Gebäudes als auch der Heizungsanlage darzustellen und auszuwerten.

Zweck der Erhebung ist es, alle energetischen Schwachstellen an Gebäudehülle und Heizungsanlage aufzuspüren und aufzulisten.

Zunächst notiere ich die allgemeinen Gebäudedaten: Haustyp und Baujahr, Zahl der Wohneinheiten, Größe der beheizten Wohnfläche.

Dann werde ich das Gebäude wärmetechnisch einstufen, und zwar getrennt für Außenwandflächen, Dachflächen, Fensterflächen, Außenflächen beheizter Dach- und Kellerräume, Innenwände zu unbeheizten Gebäudebereichen, offensichtliche Wärmebrücken (Balkonplatte, Rolladen-Kästen, Heizkörper-Nischen, Gebäudeecken, usw.).

Die wärmeschutztechnische Einstufung der Gebäudehülle ist wichtig für die genaue Ermittlung des Wärmebedarfs. Sie bildet die Grundlage für eine differenzierte, auch Teilflächen berücksichtigende Auswahl der zu empfehlenden Energiespar-Maßnahmen.

Ferner werde ich genaue Angaben über das Volumen des Gebäudes machen. Diese Angaben dienen dazu, den Lüftungswärme-Bedarf des Hauses zu ermitteln.

Dabei sind auch offensichtliche unkontrollierte Lüftungswärmeverluste (z.B. durch undichte Fenster, Türen, Dächer (ausgebaut), Verbrennungsluftversorgung von Kachel- oder Kaminöfen aus beheizten Räumen usw.) zu erfassen und auszuweisen.

Schließlich werde ich noch den Ist-Zustand der Heizungsanlage selbst erfassen. Dazu gehören neben den Grunddaten der Anlage (Typ, Nenn-Leistung, Wirkungsgrad, usw.) die Daten über den Wärme-Erzeuger (mindestens entsprechend Schornsteinfeger-Protokoll) sowie genaue Angaben über die bisherigen Energie-Verbräuche, den Zustand der Abgasanlage und des Verteilnetzes, sowie offensichtliche Schwachstellen im gesamten Heizungssystem inklusiver ihrer Steuer- und Regelungstechnik.

Phase 2: Der Beratungsbericht

Nach der Analys des Ist-Zustands fertige ich einen schriftlichen Beratungsbericht an, der folgende Punkte enthält:
> Die Grunddaten des Gebäudes,
> den energetischen Ist-Zustand von Gebäude und Heizungsanlage,
> die energetischen Schwachstellen,
> die Warmwasserbereitung,
> Vorschläge zu Energiespar-Maßnahmen (mindestens zwei, jeweils mit Angabe der Kosten,
   evtl. unter Berücksichtigung von Eigenleistungen),
> Möglichkeit zum Einsatz erneuerbarer Energien,
> einen Vergleich des Energiebedarfs im Ist-Zustand mit dem Energiebedarf nach
   Durchführung der vorgeschlagenen Energiesparmaßnahmen,
> einen Vergleich der Schadstoff-Emissionsraten (vor allem Kohlendioxid und Stickstoffoxid)
   im Ist-Zustand mit den Emissionsraten nach Durchführung der vorgeschlagenen
   Energiespar-Maßnahmen,
> die Wirtschaftlichkeit der vorgeschlagenen Energiespar-Maßnahmen in nachvollziehbarer
   Form, so dass Sie später die Wirtschaftlichkeitsberechnung selbstständig an aktuelle
   Preisentwicklungen anpassen können,
> einen differenzierten Tabellenteil mit Darstellung der wichtigsten Ergebnisse der
   Datenerhebung und deren Auswertung sowie
> eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
   (Empfehlungen).

 

Der Beratungsbericht ist anbieterunabhängig. Den vorgeschlagenen Maßnahmen liegen die anerkannten Regeln der Technik zu Grunde.

 

Phase 3: Das persönliche Beratungsgespräch

Zu meinen Pflichten gehört es, Ihnen den Beratungsbericht auszuhändigen und den Inhalt in einem persönlichen Abschlußgespräch zu besprechen.

Bei diesem Gespräch geht es vor allem darum, die vorgeschlagenen Energiespar-Maßnahmen im Einzelnen zu erörtern.

Meine Aufgabe ist es zum Beispiel Ihnen konkrete Tipps zu geben, wie Sie die Vorschläge am besten (und kostengünstigsten) umsetzen können. Ich werde Sie auch auf Förderprogramme aufmerksam machen und Ihnen die entsprechenden Ansprechpartner benennen.

Ferner werde ich ausführlich auf Ihre Fragen eingehen und Ihnen behilflich sein, wenn Sie zum Beispiel eine Erweiterung des Maßnahmen-Katalogs wünschen.